Eine fünf Meter lange Lochkarte wird durch eine von Muskelkraft angetriebene Spieluhr gezogen und steuert eine elektronische Drum Machine. Eine weitere Spieluhr, die sporadisch von Hand gekurbelt wird, ergänzt die perkussiven Elemente des Synthesizers.
Die Lochkarte ist eines der ersten digitalen Speichermedien in der analogen Welt. Während der Industrialisierung wurden Lochkarten dazu verwendet, technische Prozesse fehlerfrei zu wiederholen und zu beschleunigen. Lochkarten steuerten Webstühle, diverse Automaten aber auch Musikinstrumente. In der schlichten An- oder Abwesenheit von physischem Material begründete sich die erste Programmiersprache und legte den Grundstein für viele darauffolgende. Gleichzeitig konfrontiert das Loch uns mit Stille, Pausen, Warten und Antizipation.
Die Performance würde im Juli 2025 im Rahmen der Hofkonzerte an der Kunsthochschule für Medien uraufgeführt.
Das Konzert kann hier in voller Länge angehört werden. Ein Ausschnitt der Performance ist in folgendem Video zu sehen.



