Licht- und Klangobjekte
LEDs, Lautsprecher, Spiegel, MDF, Elektronik
jeweils 22 x 44 x 18 cm, 3:14 min
DT
Ab welcher Frequenz verschmelzen binäre Lichtsignale zu einem konstanten Schein und wie kann diese Schwelle für unsere Augen sichtbar gemacht werden? Vier Lautsprecher werden durch Sinuswellen in Bewegung gesetzt, bringen Spiegel zum Vibrieren und machen das Flimmern der LEDs sichtbar. Zwischen den wackelnden Lämpchen entstehen Muster und die ersten vier Ziffern der Kreiszahl Pi werden offenbart.
EN
At what frequency do binary light signals merge into a steady glow, and how can this threshold be made visible to our eyes? Four speakers are brought into motion by sine waves, causing mirrors to vibrate and making the flickering of the LEDs visible. Patterns emerge among the flickering lights, revealing the first four digits of the mathematical constant pi.

DT
FVF sichtbar machen -> durch Vibration des Kopfes/der Augen -> Verzerren des Lichts durch einen Spiegel -> Spiegel mit einer Sinuswelle zum schwingen bringen -> Welche FVF passt zu welcher Sinuswelle???
EN
Make the FFF visible -> by vibrating the head/eyes -> distorting the light using a mirror -> causing the mirror to oscillate with a sine wave -> Which FVF corresponds to which sine wave???


DT
Beim Menschen liegt die Flimmerverschmelzungsfrequenz bei niedriger Lichtintensität (skotopisches Sehen) bei 22 Hz bis 25 Hz. Bei höheren Lichtintensitäten wird photopisches Sehen möglich und die Zapfen auf der Retina werden zusätzlich angeregt. Die FVF des Menschen steigt dann mit dem Logarithmus der Lichtintensität und abhängig von der Flächenverteilung der Lichtintensität auf bis zu 90 Hertz an.
EN
In humans, the flicker fusion frequency at low light intensity (scotopic vision) ranges from 22 Hz to 25 Hz. At higher light intensities, photopic vision becomes possible, and the cones on the retina are additionally stimulated. The human FFF then increases with the logarithm of light intensity and, depending on the spatial distribution of light intensity, can rise to as high as 90 hertz.

DT
Peripheria konfrontiert die Betrachter mit den individuellen Grenzen des menschlichen Wahrnehmungsapparates. Die diskreten Ein-/Aus-Zyklen der LEDs werden erst durch die Schwingungen des Lautsprechers sichtbar gemacht. Die Zahl Pi bildet einen unendlich langen, mathematischen Annäherungsversuch ab. Diese Annäherung, bzw. die Unendlichkeit ist für den Menschen, auch mit Hilfsmitteln wie einem Mikroskop, nur zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.
EN
Peripheria confronts viewers with the individual limits of the human sensory system. The discrete on/off cycles of the LEDs are made visible only by the vibrations of the speaker. The number pi represents an infinitely long mathematical approximation. This approximation – or rather, infinity – is comprehensible to humans only to a certain extent, even with tools such as a microscope.


Fotos von Jazmin Rojas Forero und Justus Kaufmann.